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Arbeitswissenschaft und Sicherheitstechnik

Die Arbeitswissenschaft beschäftigt sich mit der „… systematischen Analyse, Ordnung und Gestaltung der technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Arbeitsprozessen“ mit dem Ziel, Arbeit sowohl menschengerecht als auch effektiv und effizient zu gestalten (Schlick 2010, S.7). Ein wichtiges Teilziel sind dabei „schädigungslose, ausführbare, erträgliche und beeinträchtigungsfreie Arbeitsbedingungen“ (ebenda). Damit hat die Arbeitswissenschaft eine breite Schnittstelle zur Sicherheitstechnik, deren Kernaufgabe die Identifikation, Bewertung und Vermeidung von technischen, organisatorischen und sozialen Risiken mit dem Ziel der „sicheren Arbeit“ ist.

Aktuelles

  • Interview Dr. Jean-Baptist du Prel - Spanische Grippe
    Dr. Jean-Baptist du Prel spricht im Interview über das Ende der Spanischen Grippe. [mehr]
  • New Erasmus Intern
    We are delighted to welcome Athanasios Vratzias to our department. [mehr]
  • lidA Newsletter
    Der erste lidA Newsletter ist erschienen. [mehr]
  • Förderpreis für den Bereich Epidemiologie
    Wir gratulieren unserer Promovendin Frau Chloé Charlotte Schröder ganz herzlich zur Auszeichnung mit... [mehr]
  • Welle 3 der lidA-Studie im August erfolgreich abgeschlossen
    Über 3.500 Personen nahmen erneut an der Befragung teil, die im Rahmen der lidA-Studie alle drei... [mehr]
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Leitung

 

Prof. Dr. med. Hans Martin Hasselhorn

Bergische Universität Wuppertal

Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft

Gaußstraße 20, 42119 Wuppertal

Tel. 0202 439 2088 (Sekretariat)

hasselhorn{at}uni-wuppertal.de

Forschungsprofil: Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe

Übergreifendes Forschungsziel des Fachgebiets „Arbeitswissenschaft“ ist es, zu einem differenzierten arbeitswissenschaftlichen Verständnis der wechselseitigen Zusammenhänge von Arbeit einerseits und Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit andererseits zu gelangen – zum Nutzen von Politik, Wirtschaft, Forschung und nicht zuletzt der Beschäftigten selbst. Innerhalb des Forschungsziels liegt der Schwerpunkt auf zwei Themenbereiche mit Blick auf Beschäftigte im höheren Erwerbsalter:

A)     Arbeit, Gesundheit und Erwerbsteilhabe

  •       Arbeitsbezogene Determinanten der Erwerbsteilhabe 
  •       Rolle der Gesundheit für die Erwerbsteilhabe
  •       Motivation zur Erwerbsteilhabe

B)      Arbeit mit Krankheit

  •     Arbeitsfähigkeit
  •     Arbeitsgestaltung zur Sicherung der Teilhabe

Das lidA-Denkmodell zu Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe

Grundlage und Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit des Fachgebiets bildet das „lidA-Denkmodell zu Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe“. Dieses soll es ermöglichen, die Erwerbsteilhabe älterer Beschäftigter genauer zu verstehen, und zur interdisziplinären Betrachtung und Bearbeitung der Thematik anregen. Es stellt Determinanten der Erwerbsteilhabe Älterer in elf Domänen (z. B. Arbeit) zusammen und zeigt wichtige wechselseitige Bezüge zwischen diesen. Zudem bildet es vier zentrale Charakteristika der Erwerbsteilhabe im höheren Erwerbsalter bzw. des Erwerbsausstiegs ab: Komplexität, Prozesshaftigkeit, Individualität und Strukturabhängigkeit (Hasselhorn et al., 2015). Das Denkmodell dient als wissenschaftliche Grundlage der lidA-Studie und ist heute konzeptionelle Basis einer internationalen wissenschaftlichen Auseinandersetzung zum Thema (siehe Hasselhorn/Apt 2015).

 

Die lidA-Studie – leben in der Arbeit

Die lidA-Studie („leben in der Arbeit") ist eine prospektive Kohortenstudie, die Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe in Deutschland untersucht. Personen der Geburtsjahrgänge 1959 und 1965 werden zuhause wiederholt befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ für die sozialversicherungspflichtige Erwerbsbevölkerung der gleichen Jahrgänge in Deutschland. Erhebungswelle 1 (2011) schloss 6.585 Personen ein, Erhebungswelle 2 (2014) 4.244 Personen. Die dritte Befragungswelle erfolgt im Sommer 2018. Konzeptioneller Hintergrund ist das „lidA-Denkmodell zu Arbeit, Alter und Erwerbsteilhabe“.
Der Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal leitet die lidA-Studie. Die gegenwärtige Förderphase wird maßgeblich finanziert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW sowie Sozialversicherungsträgern. Vertragliche Kooperationspartner sind das Universitätsklinikum Düsseldorf (Institut für Medizinische Soziologie) und die Universität Duisburg-Essen (Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik).
Mehr unter Ebener, Hasselhorn, 2015 sowie www.arbeit.uni-wuppertal.de oder www.lida-studie.de.